Internationaler Karlspreis für Oberrabbiner Goldschmidt

Internationaler Karlspreis für Oberrabbiner Goldschmidt

Die Preisverleihung an den Präsidenten der Europäischen Rabbiner-Konferenz setzt ein Signal gegen Antisemitismus und für Toleranz.

Der Präsident der Europäischen Rabbiner-Konferenz, Pinchas Goldschmidt, hat in Aachen den Internationalen Karlspreis 2024 erhalten. Damit sei das Signal verbunden, „dass jüdisches Leben selbstverständlich zu Europa gehört und in Europa kein Platz für Antisemitismus sein darf“, erklärte das Karlspreis-Direktorium. Der 60 Jahre alte Oberrabbiner wurde für sein Eintreten für europäische Werte, Verständigung und den interreligiösen Dialog geehrt. Zusammen mit Goldschmidt wurden die jüdischen Gemeinden in Europa ausgezeichnet. Der Karlspreis wird für Verdienste für die Verständigung in Europa verliehen.

Deutschlands Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte in seiner Festrede, mit der Preisvergabe setze die Jury des Karlspreises ein Zeichen gegen Antisemitismus, der in diesen Jahren ausgeprägter als seit langem sei. Er würdigte den von Goldschmidt mitgetragenen interreligiösen Dialog auch zwischen Muslimen und Juden – Goldschmidt ist Mitgründer des europäischen Muslim-Jewish Leadership Council. Bundeskanzler Olaf Scholz nannte die Verleihung an Goldschmidt auf der Plattform X „ein wichtiges Zeichen für Toleranz und gegen Antisemitismus“. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte.

Mit dem Karlspreis wurden seit 1950 viele Staatsmänner und Persönlichkeiten geehrt, darunter Emmanuel Macron, Helmut Kohl, Tony Blair, Bill Clinton und Papst Franziskus. 2023 bekam der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Preis.